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Gesellschafterkompetenz Die Verantwortung der
Eigentümer von Familienunternehmen
Namhafte Autoren aus
Forschung,
Lehre und Mittelstand, die Maßgebliches und Vorbildliches
behandeln. Nach Jahrzehnten kluger Steuerung und wirtschaftlicher
Prosperität sind viele Familienunternehmen groß geworden.
Sie sind ökonomisch potent und global vernetzt. Dabei haben
die Firmeneigentümer, die nach dem Krieg wieder aufgebaut
oder gegründet haben, und ihre Kinder, die später mit der
Internationalisierung begannen, die Führung längst in
jüngere Hände gelegt, sei es in die von Enkeln oder in die
von Fremdmanagern. Demgegenüber wurden die Anteile aufgrund
des in unserer Kultur verankerten Verständnisses von
Gerechtigkeit in der Regel an alle Nachkommen vererbt.
Dadurch gibt es heute viele Miteigentümer von Unternehmen,
die selbst nicht in der operativen Verantwortung stehen,
sondern ganz andere, eigene Professionen pflegen. Gleichwohl
kommt ihnen als Gesellschaftern unverändert die
verantwortungsvolle Aufgabe zu, der Geschäftsleitung die
langfristigen Ziele vorzugeben, sie auf Augenhöhe
strategisch zu beraten und in angemessener Weise zu
kontrollieren. Dazu brauchen Mitglieder von
Unternehmerfamilien nicht unbedingt das profunde
Branchenwissen des Managements, aber doch eine umfassende
Befähigung: die »Gesellschafterkompetenz«. Diesem Kernthema
ist dieser Sammelband von Forschern und Freunden der EQUA-Stiftung gewidmet. |