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Max Schön

Präsident der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), Berlin

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50 Jahre sind für Menschen ein langer Zeitraum - denken wir nur an Ereignisse des Jahres 1952 zurück: Errichtung des Eisernen Vorhangs, »Quo Vadis« läuft in den Kinos, Krönung von Königin Elisabeth. Westdeutschland nimmt allein an den Olympischen Spielen in Helsinki teil, da die DDR keine gemeinsame Deutsche Mannschaft stellen will, Albert Schweitzer erhält den Nobelpreis, die Post stellt bei Ferngesprächen auf Selbstwählbetrieb um. Alles das ist 50 Jahre her. In diese Zeit fällt das erste Erscheinen des unternehmermagazins.

Die Zeitschrift hieß zunächst »Aussprache« und begann als Informationsplattform »Von Unternehmern für Unternehmer«. Dann kam die »Junge Wirtschaft« hinzu. Seither hat sich das Magazin zu einem modernen Blatt entwickelt, dass den Vergleich mit den großen Wirtschaftsmagazinen wirklich nicht zu scheuen hat.

Eines hebt das unternehmermagazin von allen anderen Wirtschaftspublikationen ab: Es war und ist die einzige Zeitschrift für Familien- und Eigentümer-Unternehmer in Deutschland. In dieser Fokussierung liegt seine Besonderheit. Zu seinen Grundprinzipien gehört es, in der Berichterstattung Fakten nicht durch Spekulation und in der Kommentierung Argumente nicht durch Behauptungen zu ersetzen.

Dem unternehmermagazin geht es um hohen Nutzwert für den Leser. Zudem hat sich das journalistische Engagement stets auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für selbständige Unternehmer und auf die Förderung des freien Wettbewerbs gerichtet - als Stimme selbständiger Unternehmer. Redaktionskonzept und Inhalte standen und stehen in voller Übereinstimmung mit den ordnungspolitischen Grundsätzen und Zielen von ASU und BJU.

Daher wünschen wir dem unternehmermagazin für seine Zukunft alles erdenklich Gute, damit Deutschland weiterhin eine publizistische Plattform für Familienunternehmen hat. Viel Erfolg!

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Hans Knürr

Management Advisor, Kirchheim

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Etwa die Hälfte der Zeit, also etwa seit 25 Jahren durfte ich die Entwicklung  des unternehmermagazins und seiner Vorgänger als ASU-Mitglied und als Vorstand der Kreise München und Bayern erleben. Ich empfand es immer als unabdingbare Notwendigkeit, dass die Unternehmer Deutschlands über ein Sprachrohr verfügen, das unverfälscht, weil unabhängig, marktwirtschaftliche Werte verbreitet und unternehmerische Interessen herzhaft und kompetent publiziert.

Gerade in der derzeitigen Form empfinde ich das unternehmermagazin als wahre Bereicherung der Wirtschaftspresse, weil es durch die kompetente, praxisorientierte Berichterstattung ein wahres und verständliches Bild des inhabergeführten Unternehmens aufzeigt. 

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Christian G. Andreae

CGA Unternehmensberatung, Viersen

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Die »Junge Wirtschaft« war in den 50er Jahren das Organ der Jungen Unternehmer (JU), diese eine Unterorganisation der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU), die mit ihrer »Aussprache« ein eigenes Blatt besaß. Da die »Junge Wirtschaft« das Gedankengut der Generation der 30jährigen Jungunternehmer repräsentierte - meist Söhne mittelständischer Familienunternehmer, waren Zuschnitt und Inhalt »jung«. Der Redaktionsausschuss nannte sich Zeitungsausschuss und setzte sich aus dem Vorsitzenden der JU, Chefredakteur Wolfgang Schroeder, dem Sekretär der JU und einigen hervorragenden Mitgliedern aus Haupt- und Arbeitsausschuss der JU zusammen.

Die Themen waren Spiegelbild der JU-Arbeit dieser Aufbruchzeit, die der Standortfindung in unserer Nachkriegs-Gesellschaft, der Auseinandersetzung mit dem Sozialismus, der Suche nach neuen Wegen in Unternehmensführung und sozialer Betriebsgestaltung sowie oft auch der kritischen Auseinandersetzung mit der Vätergeneration (ASU) galten. Verantwortete Freiheit, mehr Mut zum Markt und politisches Engagement in der Gesellschaft wurden gefordert.

Viel Freude bereiteten stets, die Glossen des Herrn W. v. Zarem (Wir vom Zeitungsausschuss meinen), die reihum den Ausschussmitgliedern zu schreiben auferlegt war, oft aber auch zum Albtraum wurde. Jung war für uns - wie heute noch - Synonym für fortschrittlich und zeitgemäß.

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Foto: Darchinger.

 

Prof. Dr. Wilhelm Hankel

Universität Frankfurt

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»Ertrinkende sind sehr allein. Das gilt auch für den in der medialen Informationsflut ertrinkenden Zeitgenossen. Was immer er an Botschaften empfängt oder per Mausklick aussendet: Er muss es allein verarbeiten, Resonanz und Zuspruch fehlen.

Deswegen braucht die moderne, aber anonyme Kommunikationsgesellschaft das »Magazin«. Es verbindet Gleichgesinnte, stärkt ihren Zusammenhalt durch Gedankenaustausch, Erarbeitung gemeinsamer Standpunkte und deren Verteidigung in der Öffentlichkeit. Wenn ein Magazin diesem Ziele dient, dann seit nunmehr einem halben Jahrhundert das unternehmermagazin, die Zeitschrift für Familienunternehmen.

Was wäre aus Marktwirtschaft und Wettbewerb geworden im brutalen Machtkampf der Grossen gegen die Kleinen und verlassen von einer sich zunehmend an falschen Maßstäben orientierenden Politik ohne seine doppelte Funktion: den Bedrohten Mut und Zuversicht zu geben und ihren berechtigten Anliegen Gehör nach außen zu verschaffen!

Ich lese also das unternehmermagazin nicht aus Nostalgie, sondern mit Blick auf die Zukunft. Die Marktwirtschaft geht unter ohne permanente Selbstbehauptung und Selbstdarstellung ihrer Träger und ihrer Leistungen. Eine Öffentlichkeit, die sich zunehmend isoliert und amüsiert, interessiert und engagiert sich sonst nicht mehr für sie.

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Prof. Dr. Rolf Peffekoven

Direktor des Instituts für Finanzwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz u. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen. Von 1991 bis 2001 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

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50 Jahre unternehmermagazin habe ich in ganz unterschiedlichen Beziehungen erlebt: Zunächst als Leser, vor allem weil einer meiner akademischen Lehrer in der »Aussprache« publizierte. Als frisch diplomierter Volkswirt wurde mir eine Tätigkeit in der Redaktion angeboten, die ich jedoch zugunsten der wissenschaftlichen Laufbahn ausgeschlagen habe. 1969 war ein Beitrag in der »Aussprache« zu Problemen der außenwirtschaftlichen Absicherung Anlass, dieses Thema zum Vortrag in meinem Habilitationsverfahren zu wählen.

Später habe ich das Magazin regelmäßig gelesen und auch selbst Beiträge geschrieben, zuletzt zur Steuerreform 2000. Das Magazin hat einen festen Platz im Spektrum der Wirtschaftsmedien, da wissenschaftlich anspruchsvolle Beiträge mit ordnungspolitischer Fundierung in auch für Praktiker verständlicher Form geboten werden.

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Prof. Dr. Uwe Jens (SPD, MdB), Berlin

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Um das Thema Marktwirtschaft und Wettbewerb ist es in letzter Zeit ruhiger geworden. Konjunktur hat Industriepolitik mit dem Aufbau von »Global playern«. Beispiele sind Eon-Ruhrgas, die Deutsche Post world net AG oder Rettungsversuche für Philip Holzmann, Babcock-Borsig und andere, während die kleineren Unternehmen still und leise sterben.

Warum ich das unternehmermagazin so gerne lese? Weil Sie das nicht mitgemacht haben. Hier haben die echten Unternehmer noch eine Stimme. Hier wurde langfristig und in Grundsätzen gedacht. Hier galten Eucken und Erhard noch was; hier wurde Wettbewerb noch als  Machtbegrenzungsinstrument und als Entdeckungsverfahren à la Hayek betrachtet.

Ich flehe Sie an: bleiben Sie dabei. Den »punktuellen Interventionismus« gab es schon mal. Er funktioniert nicht; er ist eine Mode, die schnell abgelöst werden muss. Und »Stamokap« wollen wir nicht; er zerstört die Freiheit aller Bürger.

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